Menschen für Menschen

»Wir reparieren hier alles«

Von in Menschen für Menschen

Für Fabia Forte stand in der siebten Klasse das erste Mal fest, dass sie einen technischen Beruf erlernen möchte. Denn beim Zukunftstag konnte sie damals das erste Mal Werkstattluft schnuppern. Mittlerweile befindet sie sich im vierten Ausbildungsjahr bei der Bremer Straßenbahn AG. Als Konstruktionsmechanikerin sorgt sie täglich dafür, dass die Fahrzeuge durch eine fachgerechte Wartung einsatzbereit sind. Im Interview gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit.

Fabia, welche Aufgaben fallen für dich als Konstruktionsmechanikerin bei der BSAG an?

In der Werkstatt fallen für mich jegliche Reparaturarbeiten an, von beschädigten Stellen durch einen Bahnunfall, über eine kaputte Scheibe, bis hin zu Mängeln im Inneren der Bahn – wir reparieren hier alles. Und wenn die Hauptuntersuchungen durchgeführt werden müssen, bauen wir die Straßenbahnen quasi einmal komplett auseinander, sodass eine Kontrolle möglich ist und danach Reparaturen durchgeführt werden können. In der Drehgestellabteilung bin ich wiederum dafür zuständig, die Drehgestelle der Straßenbahnen instand zu halten oder beim Drehgestelltausch zu helfen. Dabei klemmen wir alle Drehgestelle ab, heben die Straßenbahn hoch, ziehen das jeweilige Drehgestell heraus und setzen ein neues darunter. Das beschädigte Gestell wird im Anschluss komplett auseinandergenommen, sodass alles, was kaputt ist, erneuert werden kann. Bei einer anschließenden Probefahrt wird dann noch einmal überprüft, ob alles in Ordnung ist.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis in deiner Ausbildungszeit?

Während meiner Ausbildung gab es sehr viele schöne Momente, die ich hier erlebt habe. Wenn ich aber eine Sache auswählen müsste, wäre es die Tatsache, dass ich über die letzten Jahre und Monate hinweg sehr viel dazu gelernt habe. Wenn ich jetzt zurückblicke, welchen Stand ich zu Beginn der Ausbildung hatte – was das Technische angeht – und wo ich jetzt bin, ist das ein riesen Unterschied. Und ich bin auf jeden Fall auch erwachsener geworden. Diese Entwicklung zu sehen, ich für mich persönlich sehr schön.

Momentan sitzt du an deinem Gesellenstück. Wobei handelt es sich hier?

Mein Gesellenstück ist ein Fahrschulsimulator. Dieser soll später auf Messen eingesetzt werden. Die Leute haben so die Möglichkeit, in die Rolle eines Busfahrers oder einer Busfahrerin zu schlüpfen – und das so realitätsnah wie möglich. Für den Simulator baue ich das Gestell. Daran wird später der Bildschirm hängen. Dann gibt es noch einen Fahrersitz, ein Lenkrad, Pedalen und einen Schalthebel. So kann man fast wirklich alles ausprobieren.

Welche Eigenschaften sollte man deiner Meinung nach für einen Job in diesem Bereich mitbringen?

Das A und O für unsere Arbeit ist Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Nur so können alle Arbeitsabläufe in der Werkstatt reibungslos funktionieren. Darüber hinaus sollte man aber auch ein bisschen Fingerfertigkeit und handwerkliches Geschick mitbringen. Vor allem Mädchen sollten keine Scheu haben, einen technischen Beruf zu erlernen. Zwar besteht der Großteil aus männlichen Kollegen, dennoch sollte man sich von sowas nicht irritieren lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass bei einigen Mädchen, die sich für diesen Beruf interessieren, aus diesem Grund eine größere Hemmschwelle bestehen könnte. Doch in unserer Werkstatt wird jeder sehr gut aufgenommen. Egal mit welchen Kolleginnen und Kollegen man hier zusammenarbeitet, die Arbeit miteinander funktioniert super.

Nun stehst du kurz vor dem Abschluss deiner Ausbildung. Wie sehen deine beruflichen Wünsche oder Pläne für die Zeit danach aus?

Sehr gerne würde ich nach meiner Ausbildung bei der BSAG bleiben – am liebsten in der Drehgestellabteilung, weil mir die Arbeit in diesem Bereich am meisten Spaß macht und ich mich dort auch sehr wohl fühle. Mal gucken, ob dieser Wunsch in Erfüllung geht.

 

Weitere Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten bei der BSAG finden Interessierte hier, aktuell freie Stellen gibt es auf der BSAG-Homepage.

 

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