BSAG Inside

Warnstreik: BSAG wird am Mittwoch, 7. Oktober 2020, bestreikt

Von in BSAG Inside

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat erneut bundesweit zu Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen. Davon ist auch die Bremer Straßenbahn AG betroffen. Sie wird von Mittwoch, 7. Oktober, 3 Uhr morgens, bis Donnerstag, 8. Oktober, 3 Uhr morgens bestreikt. Da aufgrund des Warnstreiks ein sicherer Betrieb der Busse und Bahnen der BSAG nicht gewährleistet werden kann, muss das Unternehmen den Betrieb in dieser Zeit aussetzen..

Fahrgäste werden gebeten, in diesem Zeitraum auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Die wichtigsten Antworten im Überblick

Warum wird gestreikt?

Die BSAG streikt nicht – sie wird bestreikt. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die Verhandlungen der Gewerkschaft mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag im ÖPNV.

Welche Linien sind betroffen?

Alle Linien der BSAG sind betroffen. Von Mittwoch, 7. Oktober, 3 Uhr morgens, bis Donnerstag, 8. Oktober, 3 Uhr morgens fahren keine Busse und Bahnen.

Werden Taxikosten übernommen?

Nein. Da die BSAG den Streik nicht zu vertreten hat, können die Kundengarantien des VBN nicht geltend gemacht werden.

Sind die Kundencenter geöffnet?

Nein. Auch die Kundencenter sind am Warnstreiktag geschlossen.

Wird meine Wochen-/Monatskarte oder mein MIA-Abo anteilig erstattet, weil die BSAG nicht fährt?

Nein, weil das Unternehmen bestreikt wird.

Wie kann ich in Bremen trotzdem mobil sein?

Inwiefern auch die Regionalbusse und Nahverkehrszüge, die durch Bremen fahren, vom Warnstreik betroffen sind, erfahrt Ihr bei den jeweiligen Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN). Kurzfristig ausleihbare Verkehrsmittel bieten WK-Bike (Fahrräder), Cambio (Autos) sowie Voi und Tier (E-Roller). Die Initiative Fietje verleiht Lastenräder.

25 Kommentare

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    Johnny B. 1 Monat vor

    Warum wird denn auch dieBSAG bestreikt?
    Sie hat doch einen Haustarif.

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      Andreas Holling 3 Wochen vor

      Hallo Johnny B.,
      in der Tat: die BSAG hat quasi einen individuellen Tarifvertrag. Den haben viele ÖPNV-Unternehmen bundesweit und das ist ja einer der Gründe für die aktuelle Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Verdi will einen bundesweiten Tarifvertrag durchsetzen und damit die »Kleinstaaterei« bei den Tarifverträgen beenden. Der Warnstreik bei der BSAG ist Teil der »Drohkulisse« im Rahmen der Auseinandersetzung.

      Viele Grüße aus der Redaktion

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    Harry 1 Monat vor

    Bin echt sauer. Euch rauszureden das IHR bestreikt werdet und uns Kunden nichts als Ersatz stellen finde ich mehr wie frech. Leider habt ihr das Monopol in Bremen sonst würde ich euch meiden in Zukunft, doch leider ist man auf euch angewiesen. Streiken ist an sich ok, aber es gibt andere Leute die müssen auch zur Arbeit und fahren aus Nordbremen nach Südbremen!

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      Marcel 1 Monat vor

      Genießen wir den Tag ohne Abgase der Busse, Klingeln und Hupen der Fahrzeuge 🙂

      Das Rad hat heut seinen großen Tag oder Spaziergang XL steht an wie für mich.

      Zeitkartenbesitzer usw. bekommen keine Entschädigung für heute 😉

      Heut ist meine BahnCard 100 inkl. City-Ticket etwas wertlos naja dat bisschen nur heut, in die Lounge der Bahn geht es trotzdem, Prost an der Stelle!

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        weitergedacht 3 Wochen vor

        Tier und Voi werden sich freuen. Die machen weitaus mehr Geld pro Person als die BSAG.

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          Marcel 2 Wochen vor

          Nicht vergessen, es werden um die 0,20€ pro Minute berechnet was somit schnell teuer wird.

          Eine Flatrate ist dies somit nicht.

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      Patrick 4 Wochen vor

      Mehr als, nicht wie!

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      Asta 4 Wochen vor

      Das kann ich nur bestätigen, Und am 7.10.20 wird wieder gestreikt . Wer bezahlt mir den Lohnausfall für unbezahlten Urlaub? Es wohnen schliesslich nicht alle Arbeitnehmer in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz.

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      Andreas Holling 3 Wochen vor

      Hallo Harry,

      wie Sie sich sicher denken können, sind auch wir weder glücklich noch zufrieden mit dem Warnstreik. An der Entscheidung zur bundesweiten Arbeitsniederlegung in dieser Woche können wir aber nichts ändern. Es gibt auch keinen “Ersatz”, den die BSAG stellen kann, da im Vorfeld nicht bekannt und nicht planbar ist, wie viele Mitarbeitende aus welchen Bereichen sich am Warnstreik beteiligen. Ein sicherer und ordnungsgemäßer Betrieb ist daher streikbedingt nicht möglich.

      Hintergrund des Ganzen ist aber ein Konflikt zwischen der Gewerkschaft verdi und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Verdi will mit der geplanten Arbeitsniederlegung den Druck auf die kommunalen Arbeitgeberverbände erhöhen. Dabei ist die BSAG eines von über 100 bestreikten Unternehmen in der Republik.

      Wir bedauern, dass die BSAG in dieser Form in den Konflikt zwischen der Gewerkschaft verdi und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hineingezogen wird und hoffen, dass dies der letzte Warnstreiktag bleiben wird.

      VIele Grüße aus der Redaktion

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    Jörg 1 Monat vor

    Der Streik ist in Ordnung wenn alles andere vorher Versagt hat.
    Mein Sohn kommt zwar so leider gar nicht zu seinem Arbeitsplatz und muss die Zeit auf einem Samstag extra nacharbeiten…who cares…

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    Jonas 1 Monat vor

    Leute die BSAG streikt nicht, sie wird bestreikt. Das ändert zwar nichts an der Situation morgen, aber ihr braucht nicht die Schuld auf die BSAG selbst zu schieben. Ich muss morgen auch über Umwege vom Technologiepark zur Bördeschule.

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      Harry 1 Monat vor

      Ja und? Dann können die nicht einen Notdienst für Busse und Bahnen machen? Wenn DIE bestreikt werden, dann ist es deren Entscheidung nicht zu kommen. Sie wollen nur nicht, das ist für mich der Unterschied!

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        Andreas Holling 3 Wochen vor

        Hallo Harry,
        die Idee ist gut und uns natürlich auch schon gekommen. Leider ist es nicht so trivial, denn auch ein Notdienst setzt voraus, dass wir den Einsatz unserer Mitarbeitenden für Kurse und Dienszeiten planen können. Man kann nicht einfach sprichwörtlich »einen Haufen Busse und Bahnen« auf den Hof stellen und sagen »nehmt euch ein Fahrzeug und fahrt damit durch die Stadt«. Wir müssten zumindest einige Zeit im Vorfeld wissen, wer streikt und wer nicht, wer wen wo ablösen kann und welche Linien überhaupt befahren werden können. So dürfen ja z.B. Straßenbahnen nicht ohne den Kontakt zu einer besetzten Leitstelle fahren – die es nicht gibt.

        Kurz gesagt: Wir verstehen den Unmut wirklich gut und sind selbst überhaupt nicht glücklich mit der SItuation, in die uns die Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft verdi und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bringt. Aber es gibt leider keine einfache schnelle Lösung für diesen Tag.

        Viele Grüße aus der Redaktion

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      Harry 1 Monat vor

      Und was für ein hirnverbrannter Vergleich. Es müssen Leute aus Bremen NORD nach Bremen SÜD!!!

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    Jeannette Hutans 1 Monat vor

    Das ist nicht gut
    Ich muss zur arbeit morgen früh
    Ich arbeite in der Pflege
    Ich muss mein Chef anrufen das ich morgen nicht zum Dienst kommen weil die Bahn nicht fährt Frechheit

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      Marcel 1 Monat vor

      Ich werde 40 Minuten zur Arbeit laufen und Nachts wieder zurück.

      Oder mit dem Rad fahren aber mal sehen.

      Es geht sicher über 2000 Menschen im Raum Bremen ebenso.

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    Bianka 1 Monat vor

    Eine frage was ist der Unterschied zwischen bestreiken und streiken, wenn die Busen und bahn nicht fahren. Ist für mich ein und das selbe. Ich finde es einfach traurig, das die nicht fahren, denn dadurch können die viele Schüler nicht zur Schule, und versäumen einiges an unterrichtsstoff, weil die keine andere Möglichkeit haben zur Schule zu kommen ausser Bus und Bahn. Und viele leute nicht arbeiten gehen können.

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      Marcel 1 Monat vor

      Da wird heut das Fahrrad eine Rolle spielen und Druck aufbauen für eine Fahrradsteuer.

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      Andreas Holling 3 Wochen vor

      Hallo Bianka,
      der Unterschied zwischen streiken und bestreikt werden liegt in der aktiven bzw. passiven Rolle. Wir als BSAG werden bestreikt, weil wir ein Nahverkehrsunternehmen sind und die Gewerkschaft uns (und über 100 andere Verkehrsunternehmen im Bund) als Druckmittel für den Konflikt mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) nutzt. Für Sie als Fahrgast spielt das aber natürlich keine Rolle und deswegen sind auch wir sehr unglücklich mit dem Warnstreik. Denn wir verstehen uns als zuverlässige Mobilitätsdienstleisterin. Ein Anspruch an uns, den wir am Mittwoch leider nicht erfüllen können.

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    Michael Müller 1 Monat vor

    … das ist der Sinn eines Streiks…🤔

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    Marcel 1 Monat vor

    Naja über 2200 EUR Brutto ist ja wohl noch zu wenig bei einem Arbeitsplatz wo man es warm hat, im Sommer kühl und viel von der Stadt sehen tut, sitzend wohlgemerkt.

    Andere wie ich liegen darunter und sind dem Wetter teilweise ausgesetzt.

    Lustig zu sagen, bestreikt zu verwenden… Fakt ist, ich als Fahrgast kann kein Serviceangebot der BSAG nutzen somit streikt die BSAG für mich als Gast!

    Naja die BSAG ist ja zur Hälfte etwa gefördert, sprich auch die nicht-Kunden zahlen für die BSAG via Steuergelder.
    Und dann kein Wasserstoffbus oder so? Armutszeugnis 🙁
    Als Gast zahlt man je 1x mit Ticketpreisen und 1x via Steuergeldern, der Rest ist mir nicht soweit bekannt.

    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

    Mich wundert das alles nicht mehr und ich gehe jeden Tag aufs neue damit um, wo wird die BSAG mich heut befördern, wird die Bahn kommen, wird der Bus die richtige Strecke fahren, wird die Technik zuverlässig arbeiten, wird das Fahrpersonal aggressiv fahren, wird das Fahrpersonal Selbstgespräche führen?
    Alles seit Jahren schon erlebt und ohne Worte.

    Ok, auf einen Dienstag ruht heut der ÖPNV, was wäre auf einen Freitag wohl los?

    Es grüßt ein BahnCard 100 Kunde aus Bremen um 3Uhr morgens jetzt am Dienstag, los geht’s 24 Stunden BSAG kein Angebot in Bremen

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      Andreas Holling 3 Wochen vor

      Hallo Marcel,
      es tut mir leid, dass SIe mit Ihrem Arbeitsplatz offenbar unzufrieden sind. Wenn ein Wechsel zur BSAG für sie von Interesse ist, wir suchen stets nach neuen Kolleginnen und Kollegen!

      Die Arbeit als Fahrerin und Fahrer bei der BSAG ist übrigens ohne Frage ein toller Job. Wir sind jeder Einzelnen und jedem Einzelnen dankbar, der tagtäglich – auch samstags und sonntags, auch an Feiertagen, Heiligabend und Silvester und auch begleitet von betrunkenen Fußballfans und Partykids auf dem Heimweg – seine Arbeit für die Menschen in dieser Stadt macht. Unsere Kolleginnen und Kollegen, waren und sind trotz der Corona-Pandemie dafür im Einsatz, dass Andere ihren Arbeitsplatz erreichen, Einkaufen gehen oder Freund besuchen können. Und ja, die BSAG bekommt Steuergelder, damit wir den Bremerinnen und Bremern, Pendlerinnen und Pendlern und Touristen ein bestmögliches Mobilitätsangebot machen. Das eint uns übrigens mit allen anderen – ebenfalls bestreikten – Verkehrsunternehmen in der Bundesrepublik. Und daher nochmal zur Klarstellung: Die BSAG hat (wie alle anderen bestreikten Betriebe) nicht entschieden, das in dieser Woche bundesweit in mehr als 100 Verkehrsbetrieben bestreikt werden, sondern die Gewerkschaft Verdi.

      Viele Grüße aus der Redaktion

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        Marcel 2 Wochen vor

        Hallo Andreas,

        nette Idee aber vor vielen vielen Jahren wurde meine Bewerbung abgelehnt für Jobs im Fahrgastverkehr mit Bus und Bahn der BSAG.

        Früher als Kind hatte ich mir gewünscht, mal bei der BSAG arbeiten zu wollen, heut nicht mehr und ich bin inzwischen seit über 9 Jahren unbefristet in einem Unternehmen tätig welches in Europa aktiv erfolgreich ist.

        Als Kind stellte ich mir damals vor die Verantwortung zu tragen und Teil eines großen Teams zu sein.

        Leider wird ein Auto gebraucht welches ich nicht brauche da ich inmitten der Stadt wohn.

        Ich als Fahrgast fahre nur mit der BSAG aus reiner Beförderung zur Arbeit und privat, zufrieden dabei bin ich schon lange nicht mehr.

        Freundliche Grüße
        Marcel

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    Henry 3 Wochen vor

    Man kann eben alles auf Dritte abwälzen, wir zahlen die BSAG für eine DIenstleistung die nicht erbracht wird,
    somit ist der Streik auch recht obsolet, denn das Unternehmen hat einen Großteil der Einnahme in Form von Zeittickets schon in Vorkasse erhalten und die Lohnkosten für den Tag werden on TOP gespart da die Gewerkschaft diese trägt !
    Und die Leute die wirklich noch für ihr bisschen Geld arbeiten müssen leiden drunter!

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      Andreas Holling 3 Wochen vor

      Moin Henry,
      ich bin leider nicht sicher, was im Zusammenhang mit dem angekündigten Warnstreik »abwälzen« bedeutet. Was genau wälzen wir auf wen ab? Meinen Sie vielleicht, die Verantwortung für die Arbeitsniederlegung? Nun, zum besseren Verständnis: Die BSAG hat nicht entschieden, das in dieser Woche bundesweit in mehr als 100 Verkehrsbetrieben bestreikt werden, sondern die Gewerkschaft Verdi. Wenn Sie also mit der Entscheidung zum Warnstreik nicht einverstanden (was ich Ihrem Kommentar zu entnehmen glaube), wäre Verdi dementsprechend der richtige Ansprechpartner für Ihre berechtigte Kritik.
      Viele Grüße aus der Redaktion

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