Ökologisch unterwegs

BSAG ist ein »Ort der biologischen Vielfalt«

Von in Ökologisch unterwegs

Bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) am Flughafendamm ist Schluss mit eintönigen Rasenflächen und langweiligen Hecken. Bremens Mobilitätsdienstleisterin hat vor ihrem Verwaltungsgebäude ein Paradies für Wildblumen, Bienen und Kleintieren mitten in der Stadt geschaffen. Damit leistet die BSAG einen wichtigen Beitrag zur biologischen Artenvielfalt im urbanen Raum. Bürgermeisterin und Klimaschutzsenatorin Dr. Maike Schaefer und der BUND Bremen verleihen für dieses vorbildliche Engagement die Auszeichnung »Orte der biologischen Vielfalt«.

Modellprojekt für andere Unternehmen

Dr. Maike Schaefer gratulierte der BSAG zur gelungenen Umgestaltung des Firmengeländes: »Der Schutz von Umwelt und Natur ist angesichts der Herausforderungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels sehr wichtig. Hier sehen wir ein gutes Beispiel, wie auch in einem gewerblichen Umfeld die städtischen Ökosysteme hervorragend unterstützt werden können. Das zeichnen wir sehr gerne aus und wünschen uns viele weitere Firmen, die auch zu ,Orten der biologischen Vielfalt’ werden möchten.«

Ein »Zeichen für die Artenvielfalt«

Hajo Müller begrüßt die Aktivitäten, die das Team um den Infrastrukturleiter Lars Jensen in Angriff genommen hat: »Das Fortbestehen der Tier- und Pflanzenwelt zu unterstützen, ist unserer Belegschaft eine Herzensangelegenheit«, so der BSAG-Vorstand. Es liege schließlich in der Verantwortung jedes einzelnen, einen Beitrag dazu zu leisten. »Da möchten wir als Bremer Straßenbahn AG voran gehen und ein Zeichen für die Artenvielfalt setzen. Unsere neu angelegten Außenanlagen am Betriebshof Flughafendamm sollen erst der Anfang sein. Aus diesem Pilotprojekt sammeln wir jetzt Erfahrungen, um dann künftig auch an anderen Standorten und geeigneten Punkten im Straßenbahnnetz weitere Maßnahmen umzusetzen.«

Unterstützung durch den BUND

Begleitet wurde die Umgestaltung des Firmengeländes vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dessen Expertin hatte bereits im vergangenen Jahr Gebäude und Firmengrundstück unter die Lupe genommen und ihre Empfehlungen ausgesprochen. So wachsen dieses Jahr bei der BSAG Blumen und Gräser auf den Rasenflächen zu einer artenreichen Wildblumenwiese, die gemeinsam mit den neu angelegten Wildstaudenbeeten die Nahrungsbedingungen für Insekten, Bienen und Vögel verbessern. Sandböschungen für Wildbienen und Wespen sowie Totholz und Steinhaufen steigern die Lebensraumqualität genauso wie zusätzliche Einzelsträucher und weitere heimische Stauden.

Christine Cramm, Vorsitzende des BUND Landesverbands Bremen, ergänzt: »Gerade in Gewerbegebieten gibt es ein großes Potenzial zur Verbesserung der ökologischen Vielfalt. Durch Entsiegelung von Flächen und insektenfreundliche Bepflanzung kann viel für eine intakte Natur erreicht werden, denn urbanes Grün ist notwendig und von zentraler Bedeutung, wenn es um nachhaltige Stadtentwicklung und den Erhalt der Artenvielfalt geht.«

Mehr Infos zu betrieblichen Umweltlösungen

Die Kampagne »Orte der biologischen Vielfalt« ist Teil der »Umwelt Unternehmen«, einer gemeinsamen Aktivität der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen und der RKW Bremen GmbH.

In Kooperation mit der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven, der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH, der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, der Handwerkskammer Bremen, der Klimaschutzagentur energiekonsens und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH leistet »Umwelt Unternehmen« einen entscheidenden Beitrag zu betrieblichen Umweltlösungen im Land Bremen.

Weiter Infos und zwölf bebilderte »Handlungsempfehlungen biologische Vielfalt« stehen auf der Website zur Verfügung.

Das Foto zeigt: Bürgermeisterin und Klimaschutzsenatorin Dr. Maike Schaefer (rechts) und Christine Cramm (Vorsitzende des BUND Landesverbands Bremen) gratulieren BSAG-Vorstand Hajo Müller zur Auszeichnung »Orte der biologischen Vielfalt«. Foto: BSAG

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