BSAG testet Streetscooter der Deutschen Post

BSAG testet Streetscooter der Deutschen Post
14. Dezember 2017 Sonja Niemann

Nicht nur mit ihren Straßenbahnen, den drei Elektrobussen und den Autos von MoveAbout ist die Bremer Straßenbahn AG elektrisch unterwegs. In dieser Woche testet das Verkehrsunternehmen auch einen vollelektrischen Kleintransporter: den Streetscooter der Deutschen Post. Rund 6.000 dieser Fahrzeuge sind bereits in der Postzustellung in Deutschland unterwegs. Aber erst seit rund einem halben Jahr vermarktet das Unternehmen das E-Fahrzeug auch für andere Firmen. Jetzt ist der Kleintransporter vorübergehend bei der BSAG im Einsatz.

»Wir wollen die Qualität des Fahrzeugs eine Woche lang auf Herz und Nieren prüfen«, kündigt Yusuf Demirkaya an, der bei der BSAG für das Thema Unternehmensentwicklung zuständig ist. So soll der kleine Flitzer in dieser Testphase in all den Unternehmensbereichen ausprobiert werden, die größere Mengen oder Gegenstände transportieren. So kommt der Streetscooter zum Beispiel bei Botengängen, im Gleisbau und im Lager der Werkstätten zum Einsatz.

120 Kilometer Reichweite, 760 Kilogramm Zuladung

Das Streetscooter-Modell »Work«, das die BSAG testet, hat eine Reichweite von 120 Kilometern und kann über einen normalen Hausstrom-Anschluss geladen werden. »In drei Stunden sind die Fahrzeuge zu 80 Prozent geladen«, erklärt Jörg Carstensen, Vertriebsmanager bei der Deutschen Post. Nach knapp sieben Stunden seien die Batterien ganz voll. Der Kleintransporter verfügt über vier Kubikmeter Ladevolumen und kann mit 760 Kilogramm beladen werden. Auch die Heizung funktioniert elektrisch.

»Für uns ist immer spannend zu sehen, wie verschiedene Anbieter Elektromobilität umsetzen«, sagt Demirkaya. Besonders spannend findet er, dass die Streetscooter-Transporter von einem Start-up-Unternehmen und nicht von einem großen Automobilkonzern entwickelt worden sind.

Ende 2014 hatte die Deutsche Post die Streescooter GmbH aus Aachen, ursprünglich eine privatwirtschaftlich organisierte Fortschungsinitiative der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, gekauft. Zuvor war die Post bereits erfolglos an verschiedene Automobilbauer herangetreten, damit diese ein geeignetes Elektro-Zustellfahrzeug entwickeln. Da dies nicht gelang, entschloss sich die Post, selbst in die Entwicklung von E-Mobilen einzusteigen und machte Streetscooter zum 100-prozentigen Tochterunternehmen.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Alexander Schuster 12 Monaten vor

    Ziemlich cool, dass jetzt immer mehr auf Elektro umgestellt wird. Habe letztens auch ein Elektrisches Lastenrad gesehen für Handwerker! (Link entfernt) Kann mir gut vorstellen, dass das auch Zukunft hat!

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*