Urbane Mobilität

Autofahrende stehen 108 Stunden pro Jahr im Stau

Von in Urbane Mobilität

Wann ist der Verkehr in Bremen am schlimmsten und wie lange stehen Autofahrerinnen und Autofahrer im Stau? Diese und weitere Fragen klärt der jährlich erscheinende Traffic Index des Navigationsgeräte-Herstellers TomTom. Die Antworten sind spannend, zeigen aber auch, dass Bremen im nationalen und internationalen Vergleich nicht so schlecht dasteht.

108 Stunden Stau pro Jahr bedeutet Platz 9

In Deutschland ist Hamburg der Spitzenreiter, wenn es um den sogenannten »Congestion Level« geht, zu Deutsch etwa den »Grad der Verkehrsstörungen«. Gefolgt von Berlin, Wiesbaden und München. Ungefähr 131 Stunden standen Autofahrende in der Elbmetropole 2019 im Stau. Zum Vergleich: Bremen erreicht mit 108 Stunden Platz 9. Die Hansestadt ist außerdem eine der wenigen Städte, bei denen die Verkehrsstörungen rückläufig sind: ein Minus von drei Prozent zum Vorjahr. Schlusslicht in Sachen Stauärger ist übrigens Wuppertal. Dort verloren Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer im vergangenen Jahr nur rund 73 Stunden im Stau.

Schlechte Zeiten fürs Auto

Was der Zeitverlust tagtäglich für Bremerinnen und Bremer bedeutet, rechnet TomTom ebenfalls vor: Pro 30 Minuten Fahrzeit werden morgens 11 Minuten zusätzlich fällig, abends sogar plus 17 Minuten. Die Auswertung des Navi-Herstellers zeigt aber noch mehr als die reine Standzeit pro Jahr. So lässt sich dort erkennen, dass die schlechteste Zeit zum Autofahren der Freitagmittag ist. Zwischen 13 und 16 Uhr steigt das Stau-Risiko deutlich an – von circa 20 Prozent um 9 Uhr morgens auf über 60 Prozent. An den anderen Werktagen liegt die schlechteste Zeit fürs Auto morgens zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 14 und 17 Uhr.

Globaler Stau-Spitzenreiter kommt aus Indien

Der weltweite Spitzenreiter in Sachen Verkehrsprobleme kam 2019 aus Indien: Es ist Bengaluru, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Karnataka. Das frühere Bangalore ist mit über elf Millionen Menschen die drittgrößte Stadt Indiens. Wer dort unterwegs ist, muss laut TomTom viel Zeit mitbringen. Insgesamt 243 Stunden verlieren Autofahrende dort pro Jahr im Stau – das entspricht mehr als zehn Tagen. Noch extremer wird es, wenn man den Verlust auf den tagtäglichen Weg umlegt. Pro 30 Minuten Fahrzeit brauchen die Menschen morgens 29 Minuten länger und abends sogar 35 Minuten.

1 Kommentar

  1. Avatar
    Niederhaus Alexander 3 Monaten vor

    Der Verkehr in deutschen Städten wird immer dichter und es kommt vermehrt zu Staus. Das hat eine aktuelle Studie, der TomTom-Traffic-Index, ergeben. Trotz der Bemühungen der Politik, die Metropolen von Autos zu befreien, kommt es gerade im Pendlerverkehr immer wieder zu einer Überlastung der Infrastruktur. Hamburg ist von dieser Entwicklung aktuell am stärksten betroffen. Bin froh das ich nicht in Hamburg leben müsste 🙂

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